Mi
01
Jul
2009
Expedition Cocos Island

Mit dem Auto nach München, Flug nach Madrid, Flug nach San Jose, Übernachtung, 3h mit dem Bus zum Hafen Punta Arena und dann 32 Stunden mit dem Boot über den Pazifik und schon ist man nach 3 Tagen auf Cocos Island, der schönsten Insel der Welt, wie Jacques Cousteau sie nannte. Die 26km² große Regenwaldinsel bot schon seinerzeit den Piraten und Seefahrern ausreichend Proviant und vor allem Süßwasser. Jahrzehntelang wurde hier nach dem großen Goldschatz gesucht, den ein Kapitän aus der Zeit der Unabhängigkeitserklärung abgezweigt hatte und der auch als Vorlage des berühmten Romans „die Schatzinsel“ diente. Mit speziellen Satellitenscannern konnten die Amerikaner vor rund 4 Jahren den Standort bestimmen. Durch den zwischenzeitlichen Anstieg des Meerniveaus ist die damalige Höhle nun unter Wasser und von Korallen und Steinen geschlossen worden. Costa Rica, zu dem sie gehört, stellte diese naturbelassene Insel unter Naturschutz, da sie bei einer Bergung, den Großteil des Schatzes, an Amerika ausliefern hätten müssen. So kann der Mythos auf der streng bewachten Insel weiterleben.

Der wahre Schatz für mich ist aber die Unterwasserwelt.
In dem 27° warmen Wasser sind die Artenvielfalt und der Fischreichtum so groß, dass man meinen könnte, hier würden alle Fische geboren. Wenn man den Hairückzug der letzten Jahre in Ägypten beobachtete, so kommt man auf den Gedanken, dass diese alle nach Cocos flohen.
Mi
01
Jul
2009
Expedition Tansania

Nach einem Flug über den höchsten Berg Afrikas, dem Kilimanjaro, wurde ich am Flughafen abgeholt und zum französischen Forschungsschiff Kairos gebracht.
An Bord waren 2 Wissenschaftler vom SRI (shark researche institute) aus Amerika, John Bantin (engl. Chefreporter von der Zeitschrift „Diver“) und 2 Reporter aus der franz Schweiz.
Die Hauptaufgabe war die Markierung der Walhaie mit Peilsender oder Marke.
Wir gingen in der Meerenge vor Mafia Island vor Anker.
Hier münden einige Flüsse ins Meer und dieses nährstoffreiche Wasser wird hier wie ein Trichter komprimiert. Die Sicht verringert sich hier auf unter 4 Meter.
Doch Vollmond und ein heftiger Regen, der nur eine Stunde dauerte machten uns einen Strich durch die Rechnung.
Durch den Regen wurde das Plankton in die Tiefe gedrückt und die Walhaie ließen sich an der Oberfläche nicht blicken.
So war die Enttäuschung in diesen ersten 2 Tagen recht groß.
Wir brachen ab und fuhren rund 500 km südlicher. Dort bestand die Aufgabe, die dortige Tierpopulation zu analysieren und neue Riffe zu erkunden.
Um größere Strecken zu meistern standen uns Scooter zur Verfügung, die uns gute 50 Minuten durch die Rifflandschaft zogen.

Auch über das Nachtleben wollten die Wissenschaftler Aufzeichnungen machen und so durfte ich mit Vollgesichtsmaske mit Sprechfunk auf 30m, um mit der Videokamera bewaffnet, so viel wie möglich an Tierleben einzufangen. Links und rechts hatte ich eigene Beleuchtungstaucher und über mir einen Sicherungstaucher.
Das Bild wurde direkt auf den Großbildschirm an Deck gesendet, wo sich die Wissenschaftler Notizen machten und mir Anweisungen gaben, welche Perspektive sie benötigen, um zB das Geschlecht zu bestimmen.
Wir besuchten auch einsame Inseln, wo wir die Nistplätze der Möwen und Zugvögeln beobachten konnten.
Das Schiff fuhr fast ausschließlich in der Nacht und da wurde auch das gesamte Team inkl. der beiden Amerikaner zum zweistündigen Wachdienst eingeteilt.
Das war für mich ein absoluter Genuss, auf der Brücke zu stehen und im warmen Fahrtwind Ausschau zu halten.
Es wurden auch Notfallsübungen in der schiffseigenen Dekokammer durchgeführt.
Mi
19
Nov
2008
Ein Wrack der Superlative!
Am 11. April 1991 kommt es zur größten Umweltkatastrophe im Mittelmeer. Der Supertanker „Amoco Milford Haven“ gerät durch eine Explosion im Golf von Genua in Brand und sinkt ca. 70 Stunden später am 14. April 1991, 1,5 Seemeilen vor der Küste von Arenzano. Dabei treten ca. 100000 Tonnen Rohöl aus und verschmutzen den Küstenbereich für mehrere Jahre.
